Frankfurt ist eine Stadt, die einem beibringt, Geld zu schätzen. Vor allem dann, wenn man keins mehr hat — weil die Miete es aufgefressen hat.
Ich habe vier Jahre in Frankfurt gelebt. Schöne vier Jahre, wohlgemerkt. Gute Restaurants, kurze Wege, ein Flughafen, der einen in zwei Stunden irgendwo in Europa hinbringt. Aber die Miete. Die Miete war eine eigene Persönlichkeit. Eine sehr teure Persönlichkeit.
Was ich gelernt habe: Frankfurt ist nicht so teuer wie London oder Zürich, aber es gibt sich Mühe. Die Preise für Wohnraum sind in den letzten Jahren so gestiegen, dass Sachsenhausen sich anfühlt wie ein Investment-Banking-Gehalt in Immobilien umgewandelt.
Wer klug sucht — Bornheim, Fechenheim, Niederrad — findet noch Wohnungen, die nicht das Monatsgehalt eines mittleren Managers kosten.
Frankfurt ist eine gute Stadt zum Leben. Man muss sie nur richtig lesen.